Sportschießen mit dem Luftgewehr
Beim Luftgewehr wird eine Bleikugel (eigentlich keine Kugel, daher auch Diabolo genannt) mit einem Durchmesser von 4,5 mm durch komprimierte Luft oder CO² durch den Lauf getrieben.
Das Ziel „die Zehn“, ein 0,5 mm kleiner Punkt, befindet sich in einer Entfernung von 10 Metern.
Damit der eigene Körper möglichst ruhig steht, tragen Gewehrschützen für Außenstehende recht seltsam anmutende Schießkleidung.
Jacken und Hosen aus festem Material und Schuhe mit extrastarker Sohle verleihen dem Gewehrschützen den typischen “Entengang”, wenn sie sich zum Schießstand bewegen.
Die Schießkleidung ist im Schützenverein vorhanden.
Unsere Jugendleiter betreuen dich mit Tipps und Tricks, anhand derer sich sehr schnell ein Aha - Effekt einstellen wird. In diesem Training wollen wir dir die Faszination dieses Sports vermitteln.
Warum sportliches Schießen?
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Das sportliche Schießen gibt die Gelegenheit, deine Freizeit sinnvoll in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu verbringen.
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Insbesondere für Jugendliche stellt der Schießsport ein wertvolles und erzieherisch wirkendes Betätigungsfeld zur Freizeitgestaltung dar.
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Der Schießsport stellt hohe mentale Anforderungen an den Schützen, welche sich auch positiv auf jede andere Lebenssituation auswirken.
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Die Konzentrationsfähigkeit wird gezielt gefördert.
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Steigerung des Reaktionsvermögens.
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Besonders junge Menschen erreichen dadurch ein höheres Leistungsniveau.
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Stärkung der Persönlichkeit mit positiven Auswirkungen auf Schule und Beruf.
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Sportschützen haben ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Disziplin.
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Sportliches Schießen begünstigt das Verständnis für technische und mathematische Zusammenhänge.
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Sportliches Schießen erhöht die Geschicklichkeit im Allgemeinen und die Hand Augenkoordination im Speziellen.
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Sportliches Schießen begünstigt durch die verwendete Technik eine aufrechte, gerade Körperhaltung. Haltungsschäden werden somit vermieden und auch wenig genutzte Muskelgruppen aktiviert.
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Sportschützen lernen und üben ständig, um sich selbst zu verbessern.
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Schießen macht Spaß.

Kleinkaliber
Das Sportschießen mit
dem Kleinkaliber-Gewehr wird auf die Distanz von 50m und in drei
Stellungen ausgeübt. Kleinkaliber kann Freiluft oder in der Halle
geschossen werden. Das Kleinkaliberschießen ist eine Olympische
Disziplin (Sommerspiele).
Nachfolgend einige Bemerkungen zu den drei Stellungen Liegend, Stehend und Kniend.
Das liegende Schießen
Dem Zuschauer lässt sich kaum etwas Eintönigeres antun, da liegt jemand eine halbe Ewigkeit völlig reglos am Boden, in eine unförmige Montur gehüllt und das Gesicht mit Pappstreifen verdeckt.
Von innen erlebt man dieses Ereignis jedoch völlig anders, jede überflüssige Bewegung könnte das empfindliche Gleichgewicht der Spannungen durcheinander bringen. Man konzentriert sich voll auf das innere Gefühl im Anschlag (völlige Muskelentspannung) gleichzeitig müssen Atmung und Zielvorgang mit höchster Konzentration durchgeführt werden. Die Schwierigkeit des liegenden Schießens ist nicht das Ruhighalten an sich sondern die Konzentration und Muskelentspannung über einen längeren Zeitraum.
Die Kräfte auf das Gewehr werden von vier Berührungen übertragen. Alle übrigen Körperteile wirken über diese Schnittstellen, wie Schulter, Wange, Abzugshand und Stützhand.
Das stehende Schießen
Der Stehendanschlag ist für viele die anspruchsvollste Stellung. Die Schwierigkeit besteht darin, die Balance zu halten und trotzdem alle Muskeln vollständig zu entspannen. Die kleinste Änderung der Fußstellung, der Hüfte oder des Stützarmes können erhebliche Auswirkungen auf das Zielbild oder das Ruhighalten haben. Auch unser Körper ist nicht jeden Tag gleich und stellt uns immer wieder vor neue Aufgaben.
Der Stehendanschlag erlaubt viele Varianten. Bein- und Hüftstellung, Kopfhaltung und Auflage auf der Stützhand sind sehr individuell und je nach Körperbau verschieden. Es gibt aber einige Grundsätze, welche beachtet werden sollten.
Die immer wiederkehrenden Probleme sind aber gerade das Reizvolle an dieser Stellung. Wir müssen uns mit unserem Körper und unseren Stärken und Schwächen auseinandersetzen und nach Lösungen suchen. Steigern sich dann aber langsam die Resultate sind Freude und Genugtuung doppelt Groß.
Das kniende Schießen
Kniend wird weit weniger geschossen, als aus den beiden anderen Positionen. Nur der harte Kern der Dreistellungskämpfer ist mit dem komplizierten Sitz auf der Rolle vertraut. Kniend schießen ist Gefühlssache und damit eine weibliche Paradedisziplin. Gerade darin hat das kniende Schießen besondere Reize. Es ist in größerem Masse von Sensibilität, Rhythmus und Taktik geprägt. Weil es den Kampf beendet, verlangt es zusätzlich Nerven wie Drahtseile. Die Technik des knienden Schießens beruht eher auf Fingerspitzengefühl, als auf Kraft oder Reaktion. Die feine Dosierung der Balance und der Muskelfasern ist wichtiger, als Spannung und Stärke.
Genießer schätzen und fürchten am Kniend anschlag seine
Wechselhaftigkeit. Er lässt sich nicht stur einpauken, er
lässt sich nicht erzwingen, deshalb ist bei jedem Schuss volle
Aufmerksamkeit angesagt. Diese Eigenschaften des knienden
Schießens, lassen sich als Herausforderung nehmen.
Kraft und Entspannung in Einklang zu bringen ist die Quintessenz eines gediegenen Kniendanschlags.
Luftgewehr



